Strategieprozess 2032
Strategieprozess 2032 im Kirchenbezirk Villingen
In diesem Beitrag werden nach und nach Informationen, Hintergründe und Festlegungen veröffentlicht. Am besten immer mal reinschauen.
Veränderungen im Hintergrund
In der Kirchengemeinde Villingen mit ihren drei Pfarrgemeinden Jakobus-, Matthäus- und Stadtgemeinde gibt es Veränderungen im Hintergrund. Die Leitungs-Strukturen werden demnächst mit den Kirchenwahlen am 1. Advent schlanker. Einerseits werden Gottesdienste, Konfi-Gruppen, Zuständigkeiten für Beerdigungen und Hochzeiten und weitere solche Fragen im Kirchengemeinderat gemeinsam geplant und organisiert. Die Dienstgruppe der hauptamtlichen Pfarrer/innen und Diakon/innen ist dabei als Team unterwegs. Und vor Ort organisieren und koordinieren Orts-Teams und vielleicht auch thematische Teams das Gemeindeleben.
Wie geht das im Einzelnen?
A Bei den Kirchenwahlen am 1. Advent
Für Jakobus, Matthäus und die Stadtgemeinde wird es jeweils einen eigenen Wahlbezirk geben, in dem die Gemeindeglieder "ihre" Kirchengemeinderäte wählen. Dies werden deutlich weniger sein als die bisherigen Kirchenältesten.
Gleichzeitig bilden einige Ehrenamtliche, die sich vor Ort engagieren wollen, ein Orts-Team. Dieses wird dann formal vom Kirchengemeinderat bestellt. Hier im Orts-Team wird die konkrete Gemeindearbeit vor Ort besprochen und organisiert, also Aktivitäten, einzelne Gottesdienste, Gemeindefeste, lokale Gruppen, Besuche, usw.
Für Jakobus, Matthäus und die Stadtgemeinde wird es jeweils einen eigenen Wahlbezirk geben, in dem die Gemeindeglieder "ihre" Kirchengemeinderäte wählen. Dies werden deutlich weniger sein als die bisherigen Kirchenältesten.
Gleichzeitig bilden einige Ehrenamtliche, die sich vor Ort engagieren wollen, ein Orts-Team. Dieses wird dann formal vom Kirchengemeinderat bestellt. Hier im Orts-Team wird die konkrete Gemeindearbeit vor Ort besprochen und organisiert, also Aktivitäten, einzelne Gottesdienste, Gemeindefeste, lokale Gruppen, Besuche, usw.
Was passiert im Kirchengemeinderat?
Der Kirchengemeinderat besteht aus den (etwa 16) gewählten Ehrenamtlichen und einigen der Hauptamtlichen. Nach wie vor geht es um Finanzen, Gebäude und Personal. Doch künftig wird hier auch die "Gottesdienst-Landschaft" von Dauchingen bis Brigachtal geplant, ebenso die Konfi-Gruppen, Fragen rund um Beerdigungen und Trauungen, alles, was den Dienst der Pfarrer/innen und Diakon/innen betrifft.
Was passiert im Orts-Team - oder im Themen-Team?
Im Orts-Team werden die Aktivitäten vor Ort (im vom Kirchengemeinderat verabredeten Rahmen) geplant und durchgeführt. Hier ist also der Ort für konkretes Engagement, sei es fürs Programm-Café in Marbach, sei es für den Familiengottesdienst in Dauchingen, sei es fürs Fasnachts-Stüble in der Villinger Gerberstraße.
Im Orts-Team kann jede/r mitmachen, der oder die sich engagieren möchte. Für eine gewisse Verbindlichkeit wird man vom Kirchengemeinderat benannt und im Gottesdienst vorgestellt und gesendet. Hier im Team kann man sich nach Neigung einbringen.
Vielleicht wird es auch thematische Teams geben, z.B. im musikalischen Bereich oder zur Jugendarbeit.
Im Orts-Team kann jede/r mitmachen, der oder die sich engagieren möchte. Für eine gewisse Verbindlichkeit wird man vom Kirchengemeinderat benannt und im Gottesdienst vorgestellt und gesendet. Hier im Team kann man sich nach Neigung einbringen.
Vielleicht wird es auch thematische Teams geben, z.B. im musikalischen Bereich oder zur Jugendarbeit.
Wie sind die Pfarrer/innen und Diakon/innen zugeordnet?
Die Hauptamtlichen arbeiten als Team miteinander. Nach Absprache übernehmen sie Aufgaben und Zuständigkeiten. So wird es Ansprechpartner z.B. für Matthäus, Jakobus und die Stadt geben. Diese haben jedoch im Team auch Aufgaben im Gesamten.
Konkret werden nach den Weggängen und Ruheständen in diesem Jahr von Teresa Sillmann, Peter Krech, Christine Janke, Werner Ullrich die Pfarrer/innen Lisa Bender, Dorothea von Kalckstein, Udo Stober und Oliver Uth im Team sein. Pfarrstellen in den Pfarrhäusern in Niedereschach und Marbach sind zur Besetzung frei, ebenso die Diakon/innen-Stelle in der Jugendarbeit. Die/der künftige Dekan/in wird mit einem Dienstauftrag mit dabei sein.
Konkret werden nach den Weggängen und Ruheständen in diesem Jahr von Teresa Sillmann, Peter Krech, Christine Janke, Werner Ullrich die Pfarrer/innen Lisa Bender, Dorothea von Kalckstein, Udo Stober und Oliver Uth im Team sein. Pfarrstellen in den Pfarrhäusern in Niedereschach und Marbach sind zur Besetzung frei, ebenso die Diakon/innen-Stelle in der Jugendarbeit. Die/der künftige Dekan/in wird mit einem Dienstauftrag mit dabei sein.
Wenn ich mich einbringen will ...
Jetzt im Vorfeld der Kirchenwahlen geht das vor allem in zwei Richtungen: Habe ich (a) Interesse am Planen, Organisieren, am Überblick übers Ganze bin ich in Richtung Kirchengemeiderat am richtigen Platz. Liegt mir (b) mehr an der konkreten und praktischen Arbeit vor Ort, kann ich mich im Orts-Team einbringen. Wenn ich dazu Kontakt suche, bin ich bei den Hauptamtlichen oder bei den jetzigen Ältesten und Kirchengemeinderäten richtig.
Warum kam es zu diesen Veränderungen?
Hauptsächlich ist dies eine Reaktion darauf, dass wir kleiner, älter und weniger werden. Sowohl ehrenamtlich als auch hauptamtlich. So wurden die Strukturen in der Leitung "verschlankt". Mehr Kraft kann so in die kirchliche Arbeit vor Ort hinein, weniger in die Gremien. Die Umstellung wird sicher Energie kosten, doch bald werden auch Kräfte frei werden.
Gab es auch Bedenken?
Klar gab es die! Da war vor allem auch die Unsicherheit in bestehenden und kommenden Pfarrstellen-Vakanzen (Matthäus, Jakobus) zu spüren. Das ist vollkommen verständlich. Wenn die Pfarrperson geht, muss man sich erst einmal neu orientieren. Da verunsichern weitere Veränderungen zusätzlich. Doch weil freie Pfarrstellen unter Umständen nicht schnell besetzt werden können, ist das darauf-Warten auch keine Alternative. Die Veränderungen mit der Dienstgruppe und der gemeinsamen Verantwortung bieten hier eher Chancen.
Auch gab es Bedenken im Blick auf die hohe Geschwindigkeit der Veränderungen. Doch gab es hier an gleicher Stelle auch Befürworter, die sagten: "Lasst uns die Veränderungen zügig angehen, damit wir dann wieder in Ruhe unsere Gemeindearbeit machen können und dann auch wissen, wie es künftig läuft."
Auch gab es Bedenken im Blick auf die hohe Geschwindigkeit der Veränderungen. Doch gab es hier an gleicher Stelle auch Befürworter, die sagten: "Lasst uns die Veränderungen zügig angehen, damit wir dann wieder in Ruhe unsere Gemeindearbeit machen können und dann auch wissen, wie es künftig läuft."
Der Bezirkskirchenrat hat in seiner Sitzung am 7. Dezember 2023 den Beschlussvorschlag vom Juli 2023 zur Gebäudeampel (nach den Rückmeldungen aus den Gemeinden) an einzelnen Stellen verändert. So gab es noch eine kleine partielle Rückmelde-Schleife, so dass die endgültigen Beschlüsse am 22. Februar 2024 gefasst wurden. Am 6. März 2024 wurden die Bescheide dazu an die Gemeinden verschickt. Die Beschwerdefrist (ein Monat nach Eingang) ist abgelaufen, somit endet das bestehende Baumoratorium.
Auftaktversammlungen 2. Phase 2024/25
Im März 2024 kamen in Donaueschingen und in St. Georgen die Ältestenkreise der Gemeinden der beiden Kooperationsräume zu Auftaktversammlungen zusammen. An beiden Versammlungen haben auch Pfarramts-Sekretärinnen zahlreich teilgenommen.
In dieser nun begonnenen Phase geht es um die Errichtung der Dienstgruppen der Hauptamtlichen und den begleitenden „Ausschüssen der Ältestenkreise“. Diese werden auch daran arbeiten, welches die passenden künftigen Strukturen im Kooperationsraum sein sollen: Gemeinde-Verbände oder große gemeinsame Kirchengemeinden. Außerdem geht es um die Festlegung der Pfarrhäuser.
Wie diese gemeinsamen Ausschüsse der Ältestenkreise sich zusammensetzen, hat der Bezirkskirchenrat in seiner Februarsitzung (am 22. Februar 2024) festgelegt: Jeder Ältestenkreis entsendet eine/n Delegierte/n und eine/n Stellvertretende/n. Die großen Gemeinden (Donaueschingen, Stadtgemeinde Villingen, St. Georgen-Tennenbronn) können jeweils zwei entsenden. Sowohl Delegierte/r als auch die Stellvertretung können und sollen an den Treffen teilnehmen, haben aber nur eine Stimme. Soll der Ausschuss beschließend sein, muss mehr als die Hälfte der Mitglieder Mitglied in einem der Ältestenkreise bzw. Kirchengemeinderäte sein. Die Pfarrer/innen, Diakon/innen und Kantor/innen regeln ihre Teilnahme über ihren Dienstplan.
In dieser nun begonnenen Phase geht es um die Errichtung der Dienstgruppen der Hauptamtlichen und den begleitenden „Ausschüssen der Ältestenkreise“. Diese werden auch daran arbeiten, welches die passenden künftigen Strukturen im Kooperationsraum sein sollen: Gemeinde-Verbände oder große gemeinsame Kirchengemeinden. Außerdem geht es um die Festlegung der Pfarrhäuser.
Wie diese gemeinsamen Ausschüsse der Ältestenkreise sich zusammensetzen, hat der Bezirkskirchenrat in seiner Februarsitzung (am 22. Februar 2024) festgelegt: Jeder Ältestenkreis entsendet eine/n Delegierte/n und eine/n Stellvertretende/n. Die großen Gemeinden (Donaueschingen, Stadtgemeinde Villingen, St. Georgen-Tennenbronn) können jeweils zwei entsenden. Sowohl Delegierte/r als auch die Stellvertretung können und sollen an den Treffen teilnehmen, haben aber nur eine Stimme. Soll der Ausschuss beschließend sein, muss mehr als die Hälfte der Mitglieder Mitglied in einem der Ältestenkreise bzw. Kirchengemeinderäte sein. Die Pfarrer/innen, Diakon/innen und Kantor/innen regeln ihre Teilnahme über ihren Dienstplan.
Wichtige rechtliche Richtlinien für die 2. Phase sind am 7. Februar 2024 veröffentlicht worden: https://www.kirchenrecht-baden.de/document/55222
Planungen des Kirchenbezirks
Im Blick auf die Pfarrstellen wird vom Bezirkskirchenrat im Kirchenbezirk Villingen folgendermaßen geplant:
| | 2023 | 2026 | 2032 | 2036 | Bemerkungen |
| Ko-Raum Süd | 6,5 | 6,5 | 5,5 | 4,5 | darin (2023) 0,5 Kur+Reha Bad Dürrheim, 0,25 SBKlinikum |
| Ko-Raum Mitte | 7 | 6 | 5,5 | 5,5 | darin (2023) 0,7 Dekansstelle, Gefängnisseelsorge |
| Ko-Raum NordWest | 7,75 | 6,5 | 6 | 5 | darin (2023) Hochschulseelsorge, Kur+Reha, Konzept mit Brüdergemeine |
| | 21,25 | 19 | 17 | 15 | |
Pfarrstellenplanung im Kirchenbezirk Villingen
Folgende Gebäude wurden als „grün“ eingruppiert; also diese Gebäude werden in den kommenden Jahren mit landeskirchlicher Unterstützung renoviert und im Sinn der Klimaschutzziele hergerichtet:
Ko-Raum Süd: Kirche in Blumberg – Kirche in Hüfingen – Kirche und Gemeindehaus in Donaueschingen – Gemeindehaus in Bad Dürrheim – Gemeindehaus in Oberbaldingen
Ko-Raum Mitte: in Villingen die Johanneskirche, das Martin-Luther-Haus, das Petrus-Gemeindezentrum – die Kirche in Marbach – das Gemeindezentrum in Niedereschach
Ko-Raum NordWest: Kirche in Furtwangen – Kirche in Triberg – Lorenz-Kirche und -Gemeindehaus in St. Georgen, Kirche in Tennenbronn – Gemeindehaus in Mönchweiler – die Kirche in Weiler und die Nikolauskapelle in Buchenberg sind in öffentlicher Baupflicht
Ko-Raum Mitte: in Villingen die Johanneskirche, das Martin-Luther-Haus, das Petrus-Gemeindezentrum – die Kirche in Marbach – das Gemeindezentrum in Niedereschach
Ko-Raum NordWest: Kirche in Furtwangen – Kirche in Triberg – Lorenz-Kirche und -Gemeindehaus in St. Georgen, Kirche in Tennenbronn – Gemeindehaus in Mönchweiler – die Kirche in Weiler und die Nikolauskapelle in Buchenberg sind in öffentlicher Baupflicht
Folgende Gebäude sind als „rot“ eingruppiert; also diese Gebäude erhalten künftig keine landeskirchliche Baubeihilfe mehr:
Ko-Raum Süd: Kirche in Bräunlingen (bereits verkauft) – Gemeindehaus in Blumberg (bereits verkauft) – Kirche in Biesingen
Ko-Raum Mitte (Kirchengemeinde Villingen): Lukas-Gemeindezentrum Villingen (Verkaufsbeschluss) – Markuskirche Villingen – Kirche Unterkirnach (Verkaufsbeschluss) – Gemeindezentrum Dauchingen
Ko-Raum NordWest: Gemeindehaus Furtwangen – Gemeindezentrum Gütenbach (bereits verkauft) – Kirche Schonach – Jugendhaus Triberg – Gemeindehaus Tennenbronn – Gemeindehaus Peterzell (bereits verkauft) – das geplante neue Gemeindehaus in Peterzell entsteht in Eigenregie der Gemeinde
Ko-Raum Mitte (Kirchengemeinde Villingen): Lukas-Gemeindezentrum Villingen (Verkaufsbeschluss) – Markuskirche Villingen – Kirche Unterkirnach (Verkaufsbeschluss) – Gemeindezentrum Dauchingen
Ko-Raum NordWest: Gemeindehaus Furtwangen – Gemeindezentrum Gütenbach (bereits verkauft) – Kirche Schonach – Jugendhaus Triberg – Gemeindehaus Tennenbronn – Gemeindehaus Peterzell (bereits verkauft) – das geplante neue Gemeindehaus in Peterzell entsteht in Eigenregie der Gemeinde
Alle anderen Kirchen, Gemeindezentren und Gemeindehäuser sind „gelb“ – deren Entwicklung ist noch offen.
Seit Juli 2024 finden sich Gemeinsame Ausschüsse der Ältestenkreise in den Ko-Räumen Süd und NordWest zusammen. Dabei geht es vor allem um die Begleitung der Dienstgruppen, um die Frage der Pfarrhäuser und um die künftigen Strukturen innerhalb der Kooperationsräume. Bis zum Herbst 2025 sollen dazu Beschlüsse gefasst werden. Am 1. Advent 2025 finden Kirchenwahlen zu den Ältestenkreisen und Kirchengemeinderäten statt. Von da aus werden auch die bezirklichen und landeskirchlichen Leitungsgremien für die kommenden sechs Jahre neu gewählt.
Im Herbst 2024 machen sich die Gemeinsamen Ausschüsse in den Kooperationsräumen Süd und NordWest gemeinsam mit dem Bezirkskirchenrat kundig, was die konkreten Pfarrhaus-Perspektiven angeht (samt Begehung) und was mögliche künftige organisatorische Strukturen in der Kooperation der Kirchengemeinden (Zusammenschlüsse und/oder Verbandsgründungen) angeht. Damit werden Entscheidungen vorbereitet, die dann in 2025 gefasst werden sollen.



